Vorwort

Die Chronik des Beethoven-Gymnasiums zu Bonn                                        

Vorwort der Chronik

Am Beginn dieser Schrift stand der verständliche Wunsch der augenblicklichen Schulleiterin, Frau OSTD’ Renate Giesen, über eine Chronik des Beethoven-Gymnasiums zu verfügen, die die ganze Geschichte der Schule umfassen sollte. Der Verfasser, Vorvorgänger von Frau Giesen in der Zeit von 1985 – 2003, konnte sich dieser Anregung nicht verschließen, da er während seiner Amtszeit dieses Desiderat ebenfalls vermisst hatte. Er versuchte daher, die bisherigen Beiträge zur Schulgeschichte zusammenzufassen und mit den wenigen, nicht durch Kriegs- und Wasserschäden zerstörten Schularchivmaterialien sowie mit seinen persönlichen Erinnerungen und denen von Zeitzeugen anzureichern. Der Verfasser wertete hauptsächlich noch vorhandene Lehrerkonferenzprotokolle und die „Jahresberichte“ des Beethoven-Gymnasiums aus und ordnete sie in die Ergebnisse der Arbeiten von Buschmann, Weißkirchen und Kistenich ein. Fast zwei Jahrzehnte lang hatte der Autor bei vielen 20-, 25-, 40-, 50- und 60jährigen Abiturtreffen eine „Erinnerungskultur“ gepflegt, die die Historie nunmehr sinnvoll ergänzen konnte. Bei der Entwicklung des Abiturs stützt sich der Verfasser fast ausschließlich auf Bölling, bei der Geschichte des preußischen Gymnasiums auf Apel.

Zugunsten der Lesbarkeit wird – abgesehen von ganz wenigen Autorennennungen – auf Anmerkungen verzichtet. Alle benutzten Werke, Aufsätze und Materialien sind im Literaturverzeichnis aufgeführt. Zitate erscheinen in kursiver Druckschrift. Der Verfasser war sich bei dieser chronikhaften Abfassung der Geschichte des Beethoven-Gymnasiums durchaus bewusst, dass seine Sichtweise und Auswahl darstellungswerter Geschehnisse und Hintergründe nicht nur selektiv sind. Sie ergaben sich oft genug auch aus zeitökonomischen Gründen (Verzicht auf Benutzung anderer Archive) sowie aus der Lückenhaftigkeit des (zufällig) erreichbaren Materials.

Die größte Unterstützung fand der Autor dankenswerterweise in dem kollegialen Freund Gerhard Meise, dem jahrzehntelangen Geschäftsführer der Gesellschaft der Freunde und Förderer des Beethoven-Gymnasiums. Gerne hat der Verfasser die Ergänzungen und Richtigstellungen ehemaliger Kolleginnen und Kollegen sowie die Hilfsbereitschaft des Schularchivars Dr. Josef Boyer in Anspruch genommen.

Gleichzeitig hat mein Nachfolger, OSTD a.D. Alexander Wolfshohl, für einen zweiten Teil der Chronik mit der biographischen Erschließung und historischen Einordnung bekannter Absolventen des Beethoven-Gymnasiums begonnen. Da mittlerweile der erste Teils der Chronik bereits seit fünf Jahren in der nachfolgenden Form vorliegt, und eine Beendigung der Arbeiten Wolfshohls noch nicht absehbar ist, möchte ich vorab meinen Teil ohne Bildmaterial schon einmal online einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Bonn, 2017

Helmut Kötting